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Wenn der Wüstengeist weint …

  • Christine Loch
  • 11. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit




Der Sand zog sich bis weit hinter den Horizont.

Nicht wie eine Linie.

Nicht wie eine Grenze –

eher wie ein allmähliches Aufgeben der Welt.


In Create 2 begleiten wir Anthony und Zac in die Wüste.

Dorthin, wo sie Ruh as-sahra’ begegnen –

dem sogenannten „Wüstengeist“.


Er ist einsam.

Getrennt.

Verloren.


Zunächst merken die beiden nicht einmal, dass er ihnen folgt.

Und später verstehen sie nicht, was ihnen da aus der Leere gefolgt ist – aus dem Sand,bis an den gemütlichen Küchentisch der Kimmings.

(Mehr dürfen wir natürlich noch nicht verraten.)


Aber stellt euch das vor:

Ein fremdes Wesen, das versucht, über Werbejingles und Songtitel mit Menschen zu kommunizieren.


Und dann diese große, laute, kreative Familie.

Chaos ist da geradezu vorprogrammiert.


Und doch ist es ausgerechnet dieses erstaunliche Wesen, das einen Menschen rettet –und damit alles verändert.


Die Realität.

Die Wahrnehmung.

Den Klang der Welt.


Wer den Prolog kennt, weiß:

Die Einsamkeit von Ruh as-sahra’ ist nicht nur poetisch.

Sie ist das Echo einer Trennung.

Eines gewaltsamen Eingriffs.

Einer metallenen Störung im Klang der Welt.

Die Wüste ist deshalb kein exotischer Schauplatz.

Sie ist ein Zustand.


Beim Lektorieren des ersten Viertels von Create 2 – Zerrissen ist uns etwas aufgefallen:

Die Wüste liest sich anders, als sie sich schreibt.


Beim Schreiben war sie Weite.

Beim Überarbeiten wurde sie dichter.

Massiver.

Zwischen den Sätzen liegt viel mehr als Sand –

da liegt Stille und Schmerz.


Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen Rohtext und Lektorat:

Man hört plötzlich, wo die Geschichte flüstert.

Wo sie laut wird.

Und wo sie schweigt.


Aus dieser Stimmung heraus ist unser aktuelles Reel entstanden.

Wüstenbilder.

Unsere ruhige Stimme.

Der Satz:

„Ruh as-sahra’ ist einsam. Er wartet …“


Und es darf euch berühren.


Nicht laut.

Nicht spektakulär.

Aber intensiv.


Manchmal merken wir an euren Nachrichten, dass ihr genau diese leisen Momente sucht.

Dass euch das Warten mehr interessiert als der Knall.

Dass euch die Schwellen faszinieren – nicht nur die Kämpfe.


Create 2 – Zerrissen 

ist inzwischen zu etwa einem Viertel lektoriert.


Das bedeutet: Wir gehen jede Szene noch einmal durch.

Prüfen Atem und Rhythmus.


Spüren nach, ob die Erde unter Zacs Füßen wirklich klingt.

Ob Anthonys Spannung hält, was sie verspricht.

Ob der Wüstengeist wirklich weint –

oder nur behauptet, es zu tun.

Ob Zac wirklich so ruhig ist, wie es scheint.


Und während wir daran arbeiten, merken wir:

Diese Geschichte beginnt nicht mit Aktion.


Sie beginnt leise.


Sie beginnt mit Zuhören.

 
 
 

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Inhaberin: Christine Loch, Graben 5 83553 Frauenneuharting, E-Mail: celo.terin@gmail.com

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